Im ersten Teil des Seminars wird ein grundlegendes Verständnis über den Zusammenhang von Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter und der möglichen Entwicklung von Traumafolgestörungen vermittelt. Es wird herausgearbeitet, unter welchen Schwierigkeiten die Betroffenen leiden und wie diese Schwierigkeiten erkannt werden können.
Im zweiten Teil werden Traumafolgestörungen im Kontext von Begleitung und Unterstützung näher erläutert und das im ersten Teil vermittelte Grundlagenwissen mit dieser Thematik verknüpft. Durch einen Austausch über eigene Erfahrungen aus der sozialpädagogischen Arbeit werden gemeinsam Konzepte zum traumasensiblen Umgang erarbeitet. Die Konzepte orientieren sich an traumapädagogischen Grundlagen und insbesondere an der Fragestellung, wie Kinder und Jugendliche in ihrem Sicherheitsgefühl unterstützt werden können. Zusätzlich werden den Teilnehmenden Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken näher erläutert und im Austausch in der Gruppe vertieft.
Abschließen wird das Seminar mit einer gemeinsamen Diskussion darüber, welche Grenzen uns in unserer Arbeit mit belasteten Kindern und Jugendlichen begegnen und wie wir auf unsere eigenen Grenzen achten können.
Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Grundlagenkenntnissen der Psychotraumatologie, einem Verständnis von Traumafolgestörungen und dem Zusammenhang
zwischen Traumafolgen und Alltagsschwierigkeiten, Stabilisierungsmaßnahmen,
Wissen zum Umgang mit Impulsivität und Rückzugsverhalten der Betroffenen
sowie Kenntnissen zum Thema Selbstfürsorge und Grenzsetzung in der eigenen Arbeit.
Termin: 18.-19. Februar 2026
Ort: Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum, 55118 Mainz